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In der Teheraner Christuskirche sind die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Iran sowie die englischsprachige International Fellowship daheim.

  • Gottesdienste in deutscher Sprache finden freitags um 10 Uhr statt;
  • am ersten Freitag im Monat feiern wir Gottesdienst in englischer Sprache
  • am letzten Freitag im Monat ist unser Gottesdienst abends um 18 Uhr.

 

Norouz

Liebe Freude und Mitglieder der deutschen Gemeinde in Teheran!

Ein frohes neues Jahr wünschen sich die Iraner heute. Vor allem ein gesundes, eines, das besser wird als das alte. Eines ohne Sorgen und Beschwernisse.

Wenn wir zurückschauen, reihen sich seit Monaten die belastenden Nachrichten aneinander. Die Sehnsucht nach Glück, Unbeschwertheit und Wieder-Durchatmen-Können ist groß. Leider sind die Nachrichten weiterhin bedrückend. Viele von uns haben sich aus Sorge vor dem Virus zurückgezogen, manche Freunde haben sich seit Wochen nicht mehr gesehen.

Die Herrnhuter Losung für heute sagt: Er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes (Psalm 27,5).

Ich erinnere mich, wie wir im vergangenen Herbst im Zagros-Gebirge wanderten und uns ein Gewitter überraschte. Zum Glück wussten unsere Begleiter, dass in der Gegend immer Hirten ihr Lager aufschlugen. Wir verdoppelten unser Tempo und unsere Anstrengungen und erreichten rechtzeitig den Lagerplatz. Dort stand ein Zelt aufgeschlagen, ein schönes geräumiges Zelt vom Roten Halbmond, wohl noch aus einer früheren Katastrophe übrig geblieben. Die beiden Hirten nahmen uns auf, teilten Essen und Neuigkeiten mit uns, und geschützt im sicheren Zelt sahen wir das Gewitter vorüberziehen.

Ich habe in der aktuellen Krise ein neues Wort gelernt: Social Distancing. Wie gut, dass Gott immer Platz für uns hat und ein offenes Ohr für unsere Gebete!

Ich wünsche uns, dass wir soweit wie möglich beieinander bleiben und Kontakt halten. Sie können mich erreichen per Mail oder WhatsApp (+98 912 243 69 75). Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Homepage www.kirche.ir

Bleiben Sie behütet und gesund und gehen Sie mit Zuversicht ins neue Jahr

Ihre Pfarrerin Kirsten Wolandt

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Lasst uns zu ihm hinausgehen

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Predigttext für Judika 2020: Hebräerbrief, Kapitel 13, 12-14

12 Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. 13 So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. 14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

 Liebe Freundinnen und Freunde der deutschsprachigen Gemeinde in Iran!

Hinausgehen, das ist gerade nicht das Gebot der Stunde, Sondern zuhause bleiben, sich vereinzeln, Kontakt möglichst vermeiden. Ein neuer Ausdruck, den ich diese Woche gelernt habe: Nicht Social distancing, sondern Physical distancing sollen wir betreiben. Über Begriffe wurde und wird sehr viel diskutiert die letzten Tage in Deutschland, die Diskussion um Ausgangssperre oder Ausgangsbeschränkung gehört auch dazu.

Doch wie auch immer wir die Maßnahmen nennen, Tatsache ist, dass wir uns für uns halten sollen, beschränkt sind auf familiäre Kernkontakte, dass manche die Tage ganz allein in ihren Wohnungen verbringen. Ich selbst spüre diese Distanz noch einmal anders, weil ich weit weg bin von den Freundinnen und Freunden in Iran.

Jesus hat in seiner Todesstunde gerufen: Mein Gott, mein Gott, waum hast du mich verlassen? Und vielleicht ist das an allen Berichten über das Sterben in Coronazeiten das Schrecklichste: Dass Menschen alleine sterben, ohne ihre Familien und Freunde.

Ist das Sterben in Einsamkeit der Grund dafür, dass der Verfasser der Hebräerbriefes so ausdrücklich seine Gemeinde auffordert, zu Jesus hinzugehen und mit ihm auszuhalten? Es klingt fast wie eine späte Wiedergutmachung. Wir sagen gerne, dass Gott immer da ist. Aber Nähe spüren, auch die Nähe Gottes, kann ich nur, wenn andere sie mich spüren lassen.

Ja, Absonderung ist das Gebot der Stunde und zugleich: Den und die andere nicht alleine lassen. Wege dazu gibt es viele, gerade auch in unserer elektronisch vernetzten Welt. Ein altes Medium der Verbindung ist übrigens das Gebet, gerade auch das Gebet für die, die man nicht täglich um sich hat.

Der christliche Glaube lebt ganz stark von dem, was man nicht sieht, worauf wir hoffen und zugleich fest vertrauen: Die Gemeinschaft der Glaubenden; die Kraft des Gebetes; die Liebe Gottes; die zukünftigen Stadt, die sinnbildlich ist für eine Welt, in der niemand vergessen und verlassen ist. Dass wir all das in seiner wohltuenden Wirkkraft schon jetzt spüren, hängt auch daran, wie wir miteinander umgehen.

Es grüßt euch herzlich eure Pfarrerin Kirsten Wolandt

www.kirche.ir

25.03.2020

Tageslosung

Wednesday, 01 April 2020
Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
Jesus sprach zu den Jüngern: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

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Geschichte der Gemeinde

Unsere Kirche, die Christuskirche wurde 1962 im Nordteheraner Stadtteil Gholhak zusammen mit dem Pfarrhaus für die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache gebaut. Zu dieser Zeit lebten etwa 5.000 Deutsche in Iran, deren Zahl in den 1970er Jahren bis auf ca. 12.000 anstieg.

Das alles änderte sich 1979 mit der Revolution und dem folgenden Krieg. Heute zählt man im ganzen Land vielleicht um die 500 - 700 Menschen mit deutscher Muttersprache. Weiterlesen

Kontakt

Im Büro spricht mit Ihnen Frau Fouroutan sonntags, dienstags und donnerstags von 10-13 Uhr: 

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+98 (21) 22 606 117

Unsere Pfarrerin ist Kirsten Wolandt. Ein Gespräch können Sie nach dem Gottesdienst, per Telefon oder Email verabreden. Weiterlesen